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Werter Besucher,

mein Name ist Robert Nordsieck, ich bin der Verfasser der vorliegenden Homepage.

 
Bild: Cornelia Kothmayer.

Im Jahr 2000, nach Abschluss meines Studiums an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, begann ich mit der Arbeit an einer Homepage über Weichtiere. Ich interessiere mich selbst seit meiner Kinderzeit für Schnecken, sicherlich auch beeinflusst durch die Tätigkeit meines Vaters, der auf dem Gebiet der Schließmundschnecken wissenschaftlich tätig ist. Ich habe heute das Glück, ziemlich viele Schneckenbücher zu besitzen, von denen ich einige bereits während meiner Schulzeit erstanden habe. Mein erstes Schneckenbüchlein, das ich in der siebten Klasse bekam (in Deutschland werden die Klassen von der ersten bis zur letzten Klasse durchgezählt, damals der Dreizehnten), war "Schnecken und Muscheln" von Lothar Forcart aus dem Hallwag-Verlag. Heute ist dieses Buch, ebenso wie "Landschnecken Nord- und Mitteleuropas" von Kerney, Cameron und Jungbluth, oder der "Naturführer Weichtiere" von Fechter und Falkner, sämtlich vergriffen.

Es wäre heute viel schwerer, als in meiner Jugendzeit, ein Buch über Schnecken zu kaufen: Alle deutschsprachigen Standardwerke sind vergriffen und aufgrund der großen Nachfrage auch in Antiquariaten schwer zu finden. Schneckenbücher, die man heute finden kann, beschränken sich auf Gartenbau- und kulinarische Literatur. Bei Meeresschnecken und anderen Weichtieren sieht es besser aus, sucht man im Regal mit den Taucherbüchern. Gerade Taucher tun auch gut daran, sich über die besonderen Eigenschaften von Kegelschnecken oder Blauring-Kraken zu informieren.


Eine ganz kleine Weinbergschnecke und ein ganz kleines Fleck-
chen Grün. Bild: Robert Nordsieck.
 

Diese Lücke wollte ich mit der vorliegenden Homepage schließen. Bald durfte ich zu meiner Freude feststellen, dass nicht nur Schüler und Lehrer, sondern auch Professoren und Studenten, aber auch interessierte Laien, die Seiten gerne und oft besuchten. Viele Anfragen bestärkten mich in der Annahme, dass besonders das Gebiet der Landschnecken mit Interesse gesucht wurde. Einerseits wurden Bestimmungshilfen für einheimische Landschnecken gesucht, andererseits auch Informationen über fremdländische Schnecken, so das Kapitel über die pazifischen Partula-Schnecken, das die traurigen ökologischen Auswirkungen von Gedankenlosigkeit und Unwissenheit zeigt, und das ich aufgrund der Zusendung eines Besuchers verfasste.

Im Jahr 2000 zog ich nach Wien um, und so läuft die Homepage heute auch auf einem österreichischen Server unter einem Domainnamen, den ich extra dafür eingerichtet habe.

In Wien zu leben ist für einen Deutschen (österreichisch meist als Piefke bezeichnet) eine ebenso erheiternde wie bereichernde Erfahrung. Darüber hinaus besitzt Wien eines der berühmtesten Naturhistorischen Museen, die es gibt. Das Wiener Naturhistorische Museum hat, abgesehen von den Schausammlungen, die ich jedem Besucher Wiens nur wärmstens ans Herz legen kann, auch eine fabelhafte Molluskensammlung mit Bibliothek, in der ich manchmal arbeiten durfte.

Sechs Jahre lang habe ich, anfangs sogar noch Schillinge, mein Geld in einem echten Schlosshotel verdient, und bin dann in eine bekannte amerikanische Kaffeehauskette umgewechselt. Dort gibt es immerhin Zimt-Rosinen-Schnecken!

 
Bestimmen am GEO-Tag der Artenvielfalt 2007. Vergrößern!

In der Zwischenzeit hatte ich das Vergnügen, an einem Pro7-Beitrag über die Weinbergschnecke mitarbeiten zu dürfen. Auch die Teilnahme an mehreren GEO-Tagen der Artenvielfalt in Niederösterreich und Wien entstand über die Homepage, ebenso, wie die wissenschaftliche Betreuung von Seminaren zur Schneckenzucht.


Bei Schneckenexkursionen wird man schon mal
nass... Bild: Robert Nordsieck.
 

Ein Bild vom GEO-Tag der Artenvielfalt 2007 in Perchtoldsdorf (NÖ).
Bilder vom GEO-Tag der Artenvielfalt 2008 in Wien Steinhof (16. Bezirk)

Geo-Tage der Artenvielfalt des Biosphärenparks Wienerwald.

Die englischsprachige Homepage "The Living World of Molluscs" wurde mit der deutsprachigen Mutterseite zusammengelegt und hat eine eigene Domain-Adresse, http://www.molluscs.at, erhalten.

Inzwischen wird weichtiere.at von zahlreichen Homepages in der ganzen Welt zitiert und verlinkt, was für mich eine große Ehre und Freude ist. Bilder von weichtiere.at haben es sogar auf Bilderausstellungen in Paris und Montreal geschafft! Ein Ende ist nicht abzusehen und die Möglichkeiten zur Erweiterung sind vielfältig: Immerhin machen die 54.000 Arten, die man heute schätzt, den Stamm der Weichtiere zum zweitgrößten auf der Welt, und dabei kommen die fossilen Gruppen, wie Ammoniten und Endoceraten, noch zu kurz!

Seit neuestem gibt es von mir auch verschiedene gedruckte Veröffentlichungen, wie Sie auf einer gesonderten Seite ( Veröffentlichungen) nachlesen können. Unter anderem durfte ich einige Artikel in der Sonderausgabe "Weichtiere" der Zeitschrift Arthropoda beitragen und für Reinhard Rennebergs neuestem Buch: "Bioanalytik für Einsteiger" durfte ich eine Seite über die Augen der Weichtiere veröffentlichen, was für mich eine besondere Ehre und Freude ist. Reinhard Rennebergs Bücher über Biotechnologie und Biochemie kann ich nur wärmstens empfehlen (siehe Reinhard Renneberg bei amazon.de)! Im November 2008 erschien dann auch im Natur und Tier Verlag ein Buch, das Heiko Schulz und ich zusammen über "Die Afrikanische Riesenschnecke Achatina (Lissachatina) fulica" verfasst hatten.

 
Die Eingangstafel der Ausstellung "Schnecken
und Muscheln des Wienerwaldes" im Lainzer
Tiergarten (Wien) 2011.

Die Afrikanische Riesenschnecke Achatina fulica bei amazon.de!

Da sich nun das Bestehen weichtiere.at, vormals weichtiere.de, zum zehnten Mal jährt, wird es Zeit für eine kleine Zählung: weichtiere.at enthält genau 900 Seiten (nicht gerechnet die Bilder) in zwei Sprachen. Bei google ist die Homepage bei zahlreichen Themen führend. Das ist doch etwas, auf das man zurückschauen kann. Meinen Dank an dieser Stelle nochmals für die vielfältige Unterstützung!

Interessanterweise findet man immer noch etwas, was noch beschrieben und erzählt werden muss. Als letztes Thema wurden zum Beispiel die Hinterkiemerschnecken (Opisthobranchia) aufgegriffen. Eine großzügige Lieferung österreichischer Bilder machte außerdem zuvor den Ausbau der Sektion Süßwasserschnecken möglich.

Im Oktober 2009 wurden Micaela Brugsch und der Autor vom Deutschlandfunk für die Sendung "Sie lieben, was kriecht und krabbelt" interviewt (ausgestrahlt im Dezember 2009).

Das jüngste Projekt, an dem ich mitgearbeitet habe, war die Ausstellung "Schnecken und Muscheln des Wienerwaldes" im Besucherzentrum des Lainzer Tiergartens in Wien. Die Ausstellung zeigt Schnecken und Muscheln aus dem Raum Wien und dem Wienerwald, mit besonderen Tafeln über Weinbergschnecken und Bänderschnecken, aber auch Schnecken unterschiedlicher Lebensräume (Wald und Hecken), sowie Schnecken im Garten und deren umweltverträgliche (!) Bekämpfung. Heute ist die Ausstellung im Saal 22 des Naturhistorischen Museums in Wien zu besichtigen.

Im Natur-und-Tier-Verlag, Münster, ist außerdem das Buch "Einheimische Landschnecken im Terrarium" von Robert Nordsieck und Micaela Brugsch erschienen. Auf der Homepage des Buches auf weichtiere.at sind weitere Informationen abrufbar.

Es würde mich also freuen, wenn Sie bald mal wieder vorbeischauen! Oder vielleicht treffen wir uns in meinem Forum?

Ihr Robert Nordsieck.